Forum bei Thomas Mann
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Thema: Mann und das Künstlertum
 
G.v.C.
Künstlertum bei Thomas Mann
Erstellt am 22.10.2005 13:41
Oh, Grundgütiger!
Da wird geschrieben dass dieses Forum nicht gedacht ist für Schularbeiten und dergleichen und meine Augen, was müssen sie sehen außer dem hernieder fallenden Regen, dass unverbesserliche Schüler immernoch fragen und fragen...
Nun gut, versuchen wir ein letztes Mal zu helfen.

Die Mannschen Charaktere stehen immer in einem inneren Konflikt zwischen Leben und Kunst, man denke nur an Tonio Kröger, Detlev Spinell oder den bereits erwähnten Gustav von Aschenbach. Diesen Menschen gelingt es nur unzureichend mit dem Leben fertig zu werden da sie sich als Erkennende, als Schaffende, als Künstler sehen und eben dieses steht in einem andauernden Konflikt zu den Handelnden, den Groben und Glücklichen...
Aschenbach, ein Autobiographisch geprägter Charakter, sucht durch einen ausgeprägten Idealismus diesem Unglück zu entweichen. Dass gelingt ihm mit nichten den die Liebe, die beseelende und erniedrigende, zu diesem Jungen richtet ihn zugrunde führt ihn sogar zum Tode.
Thomas Mann hat, soweit man es beuteilen kann wenn mann ihn nie persönlich kennengelernt hat, ein relativ feindlches Bild vom Begriff des Bürgers, näher steht ihm der Denkende, der Künstler.

Warum schämen sich junge Leute eigentlich in eine Bibliothek zu gehen und ein Buch Thomas Mann's auszuleihen, mit meinen Siebzehn habe ich auch keine bedenken, vielleicht würden dann geistreichere Fragen dieses Forum füllen.

G.v.C.