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Thema: Mario und der Zauberer, Das Ende???
 
Ulrike
Brauche bitte dringend Hilfe!!!
Erstellt am 12.09.2005 19:45
Warum ist für den Erzähler das Ende ein "befreiendes Ende"? Siehst du in diesem Ende einen Ausweg aus dieser Situation?(Begründe)
Dies ist meine Aufgabe und ich versteh es nicht...bitte helft mir! Es ist mir wichtig. Jeder Tipp hilft mir schon weiter!

Danke
gez. Ulrike
 
Kai
RE: Mario und der Zauberer, Das Ende???
Erstellt am 13.09.2005 14:32
Ich würde jene Berfreiung nicht im Sinne eines Auswegs aus der konkreten Situation betrachten. Vielmehr ist das befreiende Ende, das der Erzähler empfindet, eine Bestätigung für das Potential und die Möglichkeit der Macht des Willens.
Thomas Manns Beschäftigung mit der Psychoanalyse und Schopenhauers Philosophie ( "Welt als Wille und Vorstellung") spielen hier die entscheidende Rolle.
So steht jenes Empfinden auch ganz im Sinne der Zeit. Dem großen Zauberer, dem Diktator, der sich Macht über Psyche, Triebsphäre und Unterbewußtsein verschafft, dem Magier, der die Herzen der Menschen willkürlich manipuliert,
steht die Macht zum Willen, zur Niederwerfung der Magie im Geiste einer Vernunft, eines Willens und einer Vorstellung jedes Individuums gegenüber.
Mario erkennt das frevelhafte Spiel und seinen Willen.
Er unterwirft sich nicht dem Geheimnisvollen, der Gefangenschaft des Willens durch tiefenpsychologische Prozesse.
Mario erkennt sich. Mario handelt.