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Thema: Schopenhauer- dauerhafter Trost für Thomas?
 
Friederike
Thomas Buddenbrooks und Schopenhauer
Erstellt am 06.01.2008 19:06
Hallo,
ich beschäftige mich zur Zeit sehr intensiv mit der Philosophie von Schopenhauer und Nietzsche, doch bin ich mir bei Interpretation von der Wirksamkeit Schopenhauers bezüglich Thomas Angst vor dem Tod nicht so recht sicher.
Thomas liest ja Schopenhauer Philosophie und es hilft ihm zu wissen, dass er nicht nur in seinem Sohne,sondern in der ursprünglichen Lebenskraft (dem Urwillen) weiterleben wird (S. 654 f.)
Doch steht auf Seite 659 in etwa, dass er was von der Unausführbarkeit dieses Gedankens ahnte und auf der folgenden Seite legt er das Buch wieder zurück in den Schrank. --> Bis hier würde ich mal davon ausgehen, dass Schopenhauer Thomas nicht langfristig geholfen haben.
Als Thomas dann aber in Travemünde ist und den Wellengang beobachtet, der symbolisch für den Gang des Urwillens stehen, sagt er, dass es auf ihn beruhigend und tröstlich wirkt...
Also war es für ihn unterbewusst doch tröstlich, Schopenhauers Gedanken zum Tod zu lesen (auch wenn er es nicht schafft sein Leben umzukrempeln) oder?
Ich bitte um Ihre Meinung
Viele Grüße