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Thema: Thomas Mann in Rom
 
MK
Thomas Mann in Rom
Erstellt am 26.03.2005 10:33
Liebe Thomas-Mann-Experten,

mehr als ein Jahr lebte Thomas Mann ja in Italien - in den Jahren 1896-1998, teils auf Reisen, teils dauerhaft in Palestrina, aber auch in Rom. Ist bekannt, ob die Brüder Mann dort in Hotels abstiegen oder ob sie sich eingemietet haben? Gibt es irgendwelche Zeugnisse dieser Zeit, die doch einen blinden Fleck darzustellen scheinen? Wer weiß also etwas über den römischen Aufenthalt der Manns?
 
Fischer
Thomas Mann in Rom
Erstellt am 26.03.2005 18:36
Lieber Interessent,

ich weiß zwar nicht, ob es weiterhilft, aber vor vielen Jahren gab es in Rom einmal ein Centro Thomas Mann. Vielleicht gibt es Publikationen des Instituts über Manns römischen Aufenthalt.
Beste Grüße

OF
 
Reiner Stumm
Rom
Erstellt am 27.03.2005 15:01
Der Hinweis auf das Centro Thomas Mann führt auf eine völlig falsche Fährte, denn dies war nie eine Einrichtung zur Erfoschung von Thomas Manns Leben, sondern vielmehr ein Kulturinstitut der DDR, das in Analogie zu den bundesdeutschen Goetheinstituten Centro Thomas Mann genannt wurde. Ich glaube, die haben nie eine Veranstaltung zu Manns römischer Zeit gemacht. Schauen Sie doch bei der jüngst erschienen Studie Ulrike Stoll, Kulturpolitik als Beruf (2005) nach, die die römischen Verhältnisse des Centro unter die Lupe nimmt.

RS
 
Christian Dünisch
Grand Hotel
Erstellt am 29.03.2005 12:13
Zwar nicht in Italien, aber in der italienischen Schweiz, genauer im Tessin, liegt das Grand Hotel Villa Castagnola bei Lugano, in dem Thomas Mann öfter abstieg. Diese Tatsache findet unter anderem auch Erwähnung in einem Feuilletonbeitrag Walter Jens', veröffentlicht in der Zeit anlässlich der Wiedereröffnung des Berliner Hotels Adlon (den Link weiß ich jetzt nicht, aber man kann sich da schon hingoogeln).
 
Tobias Frönd
Thomas Mann in Rom
Erstellt am 29.04.2005 10:34
Als fruchtbringend für die Frage des Romaufenthaltes könnte die Sekundärliteratur zum "Erwählten" sein. Der Roman basierte ja offensichtlich teilweise auf Literaturrecherche, andererseits aber auch auf eigener Lebenserfahrung incl. Papst-Audienz. Ich vermute, dass z.B. in Hans Wyslings quellenkritischen Studien Hintergründe erleuchtet sein müssten.